In den Niederlanden ist Peppol BIS Billing 3.0 der De-facto-Standard für E-Rechnungen an die öffentliche Verwaltung. Seit der Umstellung 2019 hat sich Peppol auch im niederländischen B2B-Verkehr weit verbreitet, weil viele Behörden und Hochschulen nur noch Peppol-Rechnungen akzeptieren.
Was ist Peppol?
Peppol steht für Pan-European Public Procurement Online. Technisch ist es ein Netzwerk aus Access Points, die über ein zentrales Verzeichnis (SMP/SML) miteinander kommunizieren. Jeder Teilnehmer hat eine Peppol-ID (meist die Umsatzsteuer-ID mit Präfix 9944:NL…).
Das verwendete Nachrichtenformat ist UBL 2.1 — dasselbe Format wie bei der deutschen XRechnung, nur mit anderer Geschäftsregel-Ausprägung (BIS Billing 3.0 statt EN 16931-konforme XRechnung).
Unterschiede zu XRechnung (DE)
- Transport: Peppol nutzt einen dedizierten AS4-Transport mit Zertifikaten, XRechnung läuft meist per E-Mail.
- Validierung: Peppol BIS 3.0 hat eigene Schematron-Regeln, die strikter als EN 16931 sind.
- Aufbau: Beide verwenden UBL, aber unterschiedliche CustomizationID- und ProfileID-Werte im Document-Element.
Was das für Boekhouders bedeutet
Niederländische Buchhaltungssoftware wie Twinfield, Exact Online, SnelStart und AccountView bietet Peppol-Integration meist über einen Access Point wie Basware, Storecove oder TradeInterop. Eingehende Peppol-Rechnungen landen direkt in der Boekhouding.
Für Kanzleien, die Mandanten mit gemischter Herkunft bedienen (NL + DE + AT), ist es sinnvoll, eine Software für alle Formate zu haben. Sonst springt das Team zwischen den Systemen.
So hilft InvoiceFlow in den Niederlanden
- Peppol BIS 3.0 UBL parsing — volle Unterstützung der niederländischen CustomizationID.
- RGS-Konten als Kontenrahmen-Option (Referentie Grootboekschema).
- Export nach Twinfield und Exact Online — kompatible Import-Dateien.
- EN 16931 + Peppol-Schematron-Validierung — Fehler werden vor der Weitergabe ins Boekhouding-System gefunden.
Fazit
Für Boekhouders und Accountants ist Peppol keine Pflicht, aber es lohnt sich, gut damit umgehen zu können. Wer Mandanten in mehreren Ländern betreut, profitiert besonders von einer einheitlichen E-Rechnungs-Pipeline.